Social Media Budget: Das musst Du wissen

Social Media Budget: Das musst Du wissen

Es spielt keine Rolle wie groß Dein Unternehmen ist oder ob Du eine One-(Wo)Man-Show bist. Deine Zahlen solltest Du immer im Blick haben, vor allem wenn es sich um Werbeausgaben dreht. Machst Du genug Werbung? Wie viel investierst Du insgesamt in Werbung? Und waren die Kampagnen bisher auch das Investment wert?
Das sind Fragen, die Du Dir stellen solltest – insbesondere wenn Du Dein Social Media Budget strukturierst.

Dieser Artikel ist für große und kleine Unternehmen gedacht. Es spielt keine Rolle wie groß die Firma oder das Budget ist, denn ich werde Dir die Basics zeigen, welche überall gleich sind. Durch das Tracken dieser Zahlen wird es für Dich später einfacher sein neue Strategien zu testen und diese zu analysieren.

Da es bei einem Social Media Budget viele Komponenten geben kann, werden wir diese nacheinander durchgehen.

Warum Du ein Social Media Budget brauchst?

Viele Social Media Marketer haben immer wieder Probleme den richtigen ROI (Return on Investment) herauszufinden. Wenn Du jedoch Deinen ROI nicht akkurat messen kannst, wird es schwerer werden zukünftige Investitionen zu rechtfertigen. Das betrifft sowohl Investitionen in – beispielsweise – eine neue Software oder auch um nachzuvollziehen, dass sich das Social Media Marketing für Produkt XY rentiert.

Mithilfe der Kalkulation behältst Du Deine Kosten im Auge, welche dann in die ROI-Berechnung einfließen. Wie fängst Du an? Entscheide zunächst wie Du Dein Budget verfolgen möchtest. Das kann eine manuelle Tabelle sein oder ein Arbeitsblatt, welches Du zu Beginn des Jahres ausfüllst.

Anschließend kannst Du entscheiden, wie Du das Budget tatsächlich verwaltest:

  • Traditionelles Budget: Beginne mit einem Geldbetrag und weise jeder Kategorie Beträge zu. Sobald eine Kategorie erschöpft ist, kannst Du diese nicht mehr verwenden.
  • Flexibles Budget: Sobald eine Kategorie erschöpft ist, kannst Du es von einer anderen, welche noch genügend übrig hat, dort hin bewegen.
  • Nullbudget: In diesem Fall beginnt jeder Zyklus mit Null. Du erhöhst die Beträge pro Kategorie und begründest die Kosten jedes Mal.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, dein Social Media Budget (oder Dein generelles Marketingbudget) zu strukturieren. Du kannst auch nur eine Pauschale nehmen und ziehst alle Werbekosten immer von diesem Betrag ab. Um eine klare Aufteilung zu bekommen, was funktioniert und was nicht, ist dies nicht die beste Lösung.

Ziele – das Fundament für Dein Social Media Budget

Um Dein Budget richtig zuweisen zu können, musst Du erstmal Deine Social Media Ziele kennen. Wenn Du Dir beispielsweise mehr Markenbekanntheit erhoffst, investierst Du möglicherweise stärker in bezahlte Anzeigen, die dies fördern.

Lese Dir gegebenenfalls Ziele und Budgetzuweisungen aus dem Vorjahr durch, um einen Teil Deiner Zielsetzung voranzutreiben. Hast Du diese getroffen? Welche Strategien waren erfolgreich? Möchtest Du Ressourcen erhöhen, um neue Strategien voranzutreiben oder frühere zu erweitern?

Sobald Du Dich für Ziele entschieden hast, solltest Du die Teile berücksichtigen, die zu einem Budget zusammengefasst werden. Möglicherweise ist nicht jedes Element, welches wir auflisten für die Kalkulation Deines Unternehmens sinnvoll. Berücksichtige dies, wenn Du anfängst Deine Anforderungen aufzulisten.

Mitarbeiter und Schulungen

Ein Teil Deines Marketingbudgets kann die Lohn- und Verwaltungskosten Deines Marketingteams umfassen. Das kann auch bereits in der generellen Unternehmenskalkulation berechnet werden. In diesem Fall, kannst Du diesen Abrechnungsteil ignorieren.
Für ein kleines Unternehmen ist es eine Investition jemanden zu haben, der für das Marketing verantwortlich ist. Solltest Du diesen Punkt über das Marketingbudget verwalten, ist es ratsam hier die Gehälter und Boni zu berechnen.

Da sich in den sozialen Netzwerken alles rasant ändern kann, erfordert es Aufmerksamkeit um am Puls der Zeit zu bleiben. Neue Funktionen der einzelnen Plattformen benötigen auch Einarbeitungszeit. Als die Story-Funktion in Instagram eingefügt wurde, mussten wir uns auch erstmal einen Überblick verschaffen, wie man dieses Feature nutzen kann und vor allem: wie wir es in den Marketingplan von Unternehmen einbringen können.
Einige Unternehmen ignorierten die Funktion lange Zeit während andere sich schon mit maßgeschneiderten Inhalten eigene Rekordzahlen aufstellten.

Egal wie groß Dein Team ist, die Schulungen werden immer ein Teil Deiner Ausgaben sein. Wenn Dein Team nicht lernt und sich in neue Features einarbeiten kann, wirst Du früher oder später hinter Deine Mitbewerber fallen.

Content Creation – neue Inhalte erschaffen

Die Erstellung Deiner Inhalte nimmt viel Zeit in Anspruch. Egal, ob Du im eigenen Haus produzierst oder dies auslagerst – es kostet Geld, Zeit und viel Planung. Wenn Deine Marketingstrategie daraus besteht täglich Content zu veröffentlichen, dann benötigst Du ein viel größeres Budget als jemand, der vielleicht nur zweimal die Woche postet.

Eine Möglichkeit die Kosten zu senken, besteht darin eine benutzergenerierte Inhaltsstrategie (User Generated Content) zu integrieren. Auf diesem Wege hast Du eine große Auswahl an Inhalten und kannst Dein Beitragsziel dennoch erreichen.
Desweiteren kannst Du auch Inhalte recyclen und vorhandene Inhalte über mehrere Kanäle und Medientypen hinweg wiederverwenden. Aus einem Video kannst Du ein GIF erstellen oder kleinere Clips rausschneiden. Hast Du einen Artikel geschrieben, kannst Du Zitate daraus in eine Grafik verwandeln.

Vergiss in diesem Fall nicht die Postproduktion. All diese Bearbeitungs- und Grafikarbeiten kosten immer noch Zeit und Geld. Durch eine entsprechende Nachbearbeitung der Inhalte vergewisserst Du Dich damit, dass Deine Inhalte auch den Qualitätsstandards Deiner Marke entsprechen.

Software und Abonnements

Bekannte Kosten sind welche, die monatlich oder jährlich verlängert werden. Dazu gehören Abonnements für Verwaltungs- und Analysetools oder Kundensupport- und E-Mail-Plattformen. Was auch immer dazu beiträgt, dass Dein Marketing reibungslos läuft, sollte in diesem Bereich aufgenommen werden.

Wenn Du in diesem Jahr Änderungen oder neue Softwareversuche in Betracht ziehst, solltest Du ein extra Polster einplanen.

Werbung

Werbung ist ein weiteres großes Element im Social Media Budget und meist auch nur der Teil, den viele am Anfang im Blick hatten. Solltest Du auf mehreren Plattformen (Omnichannel) Inhalte veröffentlichen, ist es ratsam zu entscheiden, wie viel für welchen Kanal bereitgestellt werden soll.

Ist Facebook Dein größter Kanal, dann ist es sinnvoll mehr Geld dafür zu investieren. Wenn Dein Ziel ist ein Publikum auf Instagram aufzubauen, sind Instagram-Werbeanzeigen der richtige Weg. Da Instagram zu Facebook gehört, kannst Du sowohl diese als auch Facebook-Werbeanzeigen über eine Oberfläche verwalten oder direkt dieselbe Anzeige auf beiden Kanälen ausspielen.

Bezahlte Partnerschaften

Influencer-Marketingkampagnen und Markenpartnerschaften sind überall in den sozialen Medien zu finden. Sie steigern effektiv Deine Markenpräsenz und bringen neue Kunden in Deinen Online-Shop. Natürlich kosten diese Partnerschaften auch Geld und das hängt ganz von der Publikumsgröße des Influencers ab.

Durch das Hinzufügen von bezahlten Partner-Tags auf verschiedenen Plattformen ist es noch einfacher die Leistung einer Partnerschaft zu erkennen.

Analysiere alles!

Du weißt nicht, ob Du Dein Social Media Budget korrekt nutzt, wenn Du nicht auf die Zahlen schaust. War die Kampagne tatsächlich die Zeit und das Geld wert, welches Du investiert hast? Könntest Du weniger für Werbung ausgeben, aber die gleichen Ergebnisse erzielen?
Diese Fragen kannst Du Dir beantworten, wenn Du Dein Budget ständig neu anpasst.

Die Budgetkalkulation sollte nicht nur angelegt und danach vergessen werden. Aufgrund der Schnelllebigkeit in diesem Marketingsegment, muss gegebenenfalls auch Geld in einem viralen Moment bewegt werden, um daraus Kapital zu schlagen. Vielleicht wird aber auch eine Funktion entfernt, auf die Du dich konzentrieren wolltest oder verliert das Interesse der Zielgruppe.

Am Ende hilft Dir ein Budget dabei, Dein Team und Deine Strategie zu organisieren. Für größere Unternehmen sind eine Kalkulation und Analysen erforderlich, um mehr Geld zu erhalten und wenig bis gar keins zu verbrennen.

Dein Social Media Budget beschränkt sich also nicht nur auf das Personal, dass die Konten verwaltet oder auf die Zeit, die zum Zusammenstellen der Beiträge benötigt wird. Dazu gehören auch Deine Software, die Erstellung und Produktion Deiner Inhalte, Werbung, Schulungen und bezahlte Partnerschaften.

Sobald Du alles vorbereitet hast, ist es viel einfacher zu erkennen, wie hoch Dein ROI ist und ob Du in beliebigen Bereichen Anpassungen vornehmen kannst.

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